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Bau des Baumwipfelpfades beginnt

Am Wildpark Lüneburger Heide entsteht ein neues Wahrzeichen für die Region, das Menschen dem Natur- und Umweltschutz näher bringt

Die nächste Etappe zur Realisierung des Baumwipfelpafdes am Wildpark Lüneburger Heide ist jetzt in Angriff genommen worden. Nachdem kurz vor Weihnachten die Baugenehmigung vom zuständigen Landkreis Harburg erteilt worden war, haben die vorbereitenden Arbeiten für das neue Leuchtturmprojekt in der Lüneburger Heide begonnen. Zur Zeit werden infrastrukturelle Maßnahmen wie die Versorgung mit Strom und Wasser sowie die Herstellung der Zuwegung und Baustraßen durchgeführt. Je nach Witterung sollen dann im Februar oder März die Tiefgründungs- und Fundamentarbeiten beginnen. Für den 40 Meter hohen Turm werden dann bis zu 15 Meter tiefe Großbohrpfähle aus Beton im Boden vergossen. Die Fertigstellung des kompletten Baumwipfelpfades peilen Norbert und Alexander Tietz, geschäftsführende Gesellschafter der Weitblick-Tietz GmbH & Co. KG, für August 2019 an. Die Bauplanung und Bauausführung liegt dabei in bewährten Händen. Begleitet wird das Projekt von der Planungsgesellschaft Hochkant aus dem Allgäu, die deutschlandweit bereits drei Pfade schlüsselfertig geplant hat. Den Bau übernimmt als Generalbauunternehmer die Firma Biedenkapp, die ebenfalls ihren Sitz im Allgäu hat. Das Unternehmen hat schon die Baumwipfelpfade in Scheidegg, in Bad Harzburg und Bad Iburg realisiert.

„Wir sind sehr froh darüber, dass es jetzt los gehen kann und freuen uns nach wie vor über die tolle kooperative Zusammenarbeit mit allen öffentlichen Entscheidungsträgern, die uns den Weg für die Realisierung unseres Projektes geebnet haben“, betont Alexander Tietz. Das Land Niedersachsen fördert den Bau des Baumwipfelpfades, der ein Gesamtinvestment von etwa 6,5 Millionen Euro umfasst, mit 2,1 Millionen Euro. Den entsprechenden Förderbescheid hatte Umweltminister Olaf Lies im Mai vergangenen Jahres persönlich im Wildpark überreicht. „Landkreis, Umweltbehörden und nicht zuletzt die Gemeinde und Samtgemeinde Hanstedt, deren politische Gremien den Änderungen des Flächennutzungs- und Bebauungsplanes zustimmen mussten, haben uns über die gesamte Planungsphase durchweg positiv begleitet“, so Tietz weiter. „Nicht zuletzt deswegen sind wir überzeugt davon, dass der Baumwipfelpfad, der in der Metropolregion Hamburg und in ganz Norddeutschland seinesgleichen sucht, ein großer Erfolg wird.“

Mit dem Baumwipfelpfad entsteht in Hanstedt-Nindorf am und im Wildpark Lüneburger Heide eine Natur- und Erlebniseinrichtung, die Besuchern aller Altersgruppen und auch Menschen mit Handicap die heimische Flora und Fauna sowie den Natur- und Umweltschutz näher bringt und erlebbar macht. Über einen 700 Meter langen, auf Stahlstreben ruhenden Pfad mit einer Steigung von etwa 5 Prozent, erreichen die Besucher den 40 Meter hohen Aussichtsturm, der nach dem Wilseder Berg die zweithöchste touristische Erhebung in der Lüneburger Heide sein wird. Begleitet werden die Besucher von Informationstafeln auf Podesten entlang des Pfades, die verschiedene Aspekte des Natur- und Umweltschutzes behandeln. Ein in den Turm integrierter Aufzug ermöglicht es auch Rollstuhlfahrern und Menschen, die nicht so gut zu Fuß unterwegs sind, die Aussichtsplattform zu erreichen. Von dort haben die Besucher einen einzigartigen Blick bis ins 35 Kilometer entfernte Hamburg und auf die umliegende Natur. Ein weiterer Höhepunkt wird auch der Blick aus der Vogelperspektive auf die Wildparktiere sein, denn der Pfad wird direkt an den Wolfsgehegen entlang führen. In luftiger Höhe entsteht auch ein Raum, in dem sich besondere Veranstaltungen wie Hochzeiten oder andere Events durchführen lassen.