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Grundstein für Baumwipfelpfad gelegt

„Heide Himmel wird ein Leuchtturm, der weit über die Region hinaus leuchtet“

Der Grundstein für den Baumwipfelpfad „Heide Himmel“ am Wildpark Lüneburger Heide in Hanstedt Nindorf ist gelegt. Damit geht das 6,5-Millionen-Projekt nach zweijähriger Planungs- und Genehmigungszeit jetzt in die entscheidende Phase. Die geplante Bauzeit bis zur Fertigstellung wird fünf bis sechs Monate betragen. Die beiden Geschäftsführer der Weitblick Tietz GmbH & Co. KG Norbert und Alexander Tietz begrüßten zur Grundsteinlegung Gäste aus Politik und Verwaltung. Sie dankten allen Entscheidungsträgern für die Unterstützung und reibungslose Umsetzung des Projektes. „Der Baumwipfelpfad ‚Heide Himmel‘ wird ein Umwelt- und Naturleuchtturm, der über die Grenzen der Lüneburger Heide hinaus leuchten wird“, so Alexander Tietz.

 

Rainer Rempe, Landrat des Landkreises Harburg, hob den unternehmerischen Mut der Familie Tietz hervor. „Sie sind ein Familienunternehmen mit im wahrsten Sinne des Wortes ‚Weitblick‘ und haben das in der Vergangenheit mehrfach bewiesen  – zuletzt mit der Realisierung des Schäferdorfes“, so Rempe. „Der Baumwipfelpfad ist ein schönes Beispiel dafür, wie Visionen Wirklichkeit werden können. Wir freuen uns als Landkreis, solche Unternehmer zu haben.“ Der Landrat zeigte sich überzeugt davon, dass das Projekt ein Erfolg wird und den Tourismus in der Region beleben wird. Er hofft, dass der Baumwipfelpfad nicht nur ein Wahrzeichen für den Wildpark, sind auch für den Landkreis und den gesamten norddeutschen Raum wird. 

 

Hanstedts Samtgemeindebürgermeister und Gemeindedirektor Olaf Muus freut sich auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Naturparks Lüneburger Heide darüber, dass das Projekt nun an den Start gehen kann. Die Bereitschaft der Familie Tietz, das unternehmerische Risiko zu tragen habe es der Politik einfach gemacht, das Projekt zu begleiten. Es sei keine Selbstverständlichkeit, dass alle Ratsbeschlüsse im Genehmigungsverfahren einstimmig gefasst und die nötigen Planänderungen in dem kurzen Zeitraum von nur 9 Monaten genehmigt wurden. „Schneller geht es nicht“, so Muus. „Nur wenn es ein gutes Projekt ist, wenn alle frühzeitig eingebunden werden, ist das auch so durchführbar.“ Muus hob nicht nur den touristischen Aspekt, sondern auch die Umweltbildung von „Heide Himmel“ hervor. Es sei wichtig, es zu schaffen, den Menschen Unterhaltung zu bieten, aber auch das eine oder andere mitzugeben, was die Umwelt und die Region mit ihren Naturschätzen zu bieten habe.

 

Auch Frank Meyer vom ausführenden Stahlbauunternehmen Biedenkapp aus Wangen im Allgäu, das bereits mehrere Baumwipfelpfade realisiert hat, hob den unternehmerischen Mut der Familie Tietz hervor. Alle anderen Pfade würden stets durch kommunale Einrichtungen oder die öffentliche Hand finanziert und betrieben und nicht wie in Nindorf aus privater Hand. Für die nun anstehende Umsetzung zeigte sich Meyer zuversichtlich, dass die geplante Bauzeit von fünf bis sechs Monaten eingehalten werden kann. „Die Monteure, die hier arbeiten sind das beste, was der Süden zu bieten hat. Sie haben die Ruhe weg und finden für jedes Problem eine Lösung. ‚Unmöglich‘ gibt es nicht in ihrem Wortschatz. Das sind alles Naturburschen vom Lande, die sehr sorgfältig mit der Natur umgehen,“ so Meyer.

 

Fakten zum Baumwipfelpfad:

  • der Pfad wird aus 16 Masten mit vierteiligen Fachwerkelementen bestehen
  • die Brücken, bzw. Stege zwischen den Masten haben eine länge von 23  – 34 Metern
  • die Gehbeläge der Stege und die Kaschierung des 40 Meter hohen Turms bestehen aus widerstandsfähigem Lärchenholz. Rund 300 Kubikmeter Holz und 70.000 Schrauben werden hier verbaut
  • der Baumwipfelpfad wird eine Gesamtlänge von 700 Meter haben. Im Einstiegsbereich beträgt die maximale Steigung 5,3 Prozent, im weiteren Verlauf 5,1 Prozent und die letzte Brücke hat keine Steigung. Somit ist der Pfad barrierefrei und auch für Menschen mit Handicap nutzbar
  • für die Fundamente der Masten und des Turms werden rund  1000 Kubikmeter Beton und 120 Tonnen Betonstahl benötigt. In den Fundamenten werden 170 Mikropfähle mit einer Länge zwischen 9 und 12 Metern verbaut